Vom Geist der Freude

Freude im Herrn als Zeichen rechter Frömmigkeit: Heiterkeit der Seele, Liebe zum Nächsten und ein freudiger Dienst Gottes im Vertrauen auf das süße Joch Christi.

Wir alle würden viel mehr für Gott tun, wenn wir in unser Leben so wie in das Leben des Nächsten mehr Freude brächten.

Freude führt zu Gott

Wenn die Welt besser wäre, wäre sie glücklicher.

Der hl. Paulus sagt:

„Freuet euch allzeit im Herrn, und abermals sage ich: Freuet euch!“

Frohsein führt immer zu Gott, niemals von ihm weg. Wenn wir uns erhaben dünken und auf Freude und Scherz mitleidig heruntersehen, dann stimmt etwas nicht in unserer Auffassung vom geistlichen Leben. Dann fügen wir der Religion großen Schaden zu.

Heiterkeit der Seele

Frömmigkeit ist in den Augen der Welt etwas Trauriges, Melancholisches. Aber wie Lachen dem Körper zuträglich ist, so wohltuend ist Heiterkeit für die Seele. Da sagen manche: „Es ist uns nicht berichtet worden, dass unser Herr je gelacht habe.“ Dem ist entgegenzuhalten, dass unser Herr Liebe fand, wohin er immer kam.

Kann jemand wohl geliebt werden, wenn er wie eine finstere Wetterwolke eine dumpfe Atmosphäre von Trübsinn und gedrückter Schwermut um sich verbreitet? Es ist kein Zeichen von Heiligkeit, wenn man in harmlosen Freuden und Vergnügen anderer keine Freude finden kann.

Der Dienst Gottes

Lasst uns den Dienst Gottes leicht und freudig machen! Gott selbst hat gesagt:

„Mein Joch ist süß und meine Bürde ist leicht. Kommet alle zu mir die ihr mühselig und beladen seid: ich will euch erquicken!“

Quelle: Vom religiösen Frohsinn – P. Daniel Considine S. J., 1929

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