Nutze die Gelegenheit

Alles, was Gott geschaffen hat, ist gut. Er gibt uns seine Gaben, damit wir wählen lernen, was uns hilft, ihn zu lieben und ihm zu dienen. Heiligkeit wächst nicht aus besonderen Umständen, sondern aus der treuen Annahme unseres gegenwärtigen Lebens.

Alles, was Gott gemacht hat, ist gut. Er spendet aus seiner Fülle, damit wir sehen, was uns zu seinem Dienste fördert und was uns daran hindert. Es ist uns gegeben zur Wahl. Aber die Menschen sagen: „Ist das etwas für mich, gefällt das mir?“ Und sie stürzen sich darauf ohne Prüfung und Zügel, und durch ihre Schuld kann das, was in sich nicht böse ist, Gelegenheit zur Versuchung und zu Bösem werden.

Gott gibt uns freien Willen, damit wir unter den Gütern wählen. Nur eines, nach seiner Absicht, sollten wir fragen: „Kann mir das helfen, ihn zu lieben, ihm zu dienen?“ Wenn nicht, muss ich es wegwerfen.

Diese und jene Freundschaft, diese Neigung, jene Bestrebungen und Interessen – führen sie mich dazu, Gott mehr oder weniger zu lieben?

„Aber ich stecke so tief in meinen Gewohnheiten. Es ist unmöglich, ein Heiliger zu werden!“

Ist Gott denn nicht mehr Herrscher in seinem Reich? Warst du je in einer Versuchung, bist du je einem Menschen begegnet, hattest du je eine Schwierigkeit, ohne dass er darum wusste?

In allen Teilen seines Reiches und in jedes Menschen Herz wohnt er. Nichts ereignet sich ohne seine Zulassung. Wenn wir klagen, dann glauben wir entweder nicht, dass Gott in allem wirkt, oder wir glauben, sein Wirken sei ohne Sinn und Weisheit.

Meinst du, es gebe eine Art Privatweg zum Himmel, von dem du wüsstest, aber Gott nicht?

Man braucht nicht in die Wüste zu gehen, um ein Heiliger zu werden. Dass Heiligkeit von äußeren Umständen abhänge, das ist die allergrößte Selbsttäuschung.

Du hast in der Welt als Mann oder Frau besser Gelegenheit, heilig zu werden, als ein Karmeliter – wenn du da bist, wo Gott dich haben will.

Sei zufrieden mit deinem gegenwärtigen Leben und bringe es zu voller Entfaltung! Nimm die Dinge, wie sie sind, und mache das Beste aus ihnen!

Quelle: Einfach und klar – P. Daniel Considine S. J., 1932

Beitrag teilen:

Buch hier kaufen:

weitere Beiträge:

Schwarze Katze vor einem Haus mit der Nummer 13, daneben Hufeisen, vierblättriges Kleeblatt, Kaminfegerfigur und eine ältere Frau.

Was ist Aberglaube? – Franz Spirago über falsche Gottesverehrung

Wo der wahre Glaube schwindet, gewinnt der Aberglaube Macht über die Seelen. Franz Spirago zeigt, wie leicht falsche Vorstellungen von Glück und Unglück an die Stelle des Vertrauens auf Gottes Vorsehung treten können.
Jesus Christus sitzt mit päpstlicher Tiara und rotem Gewand auf einem reich verzierten Thron, die rechte Hand zum Segen erhoben und ein Zepter in der Linken.

Jesus Christus — unser König

Jesus Christus ist unser König als wahrer Gott und Erlöser. Seiner Vorsehung unterliegen alle Stunden unseres Lebens. Sein kostbares Blut hat uns aus der Knechtschaft erlöst und ruft die Seele zu Treue, Gehorsam und Hingabe.
Nahaufnahme einer Frau in einem hellblauen, zart geblümten Kleid, deren Hand auf ihrem gegenüberliegenden Arm ruht.

Vom Sinn des Kleides

Das Kleid ist mehr als eine bloße Hülle des Leibes. Auch in der äußeren Erscheinung offenbart sich die Gesinnung des Menschen. Christliches Schamgefühl, sittliche Würde und die Treue zur inneren Ordnung reichen tiefer, als es zunächst scheinen mag …

weitere Beiträge:

Menschenmenge vor dem hell erleuchteten Warner’s Theatre bei Nacht.

Das Kino – die „8. Großmacht“?

Ein Blick in Franz Spiragos Volkskatechismus von 1927 zeigt, wie früh die Kirche sich mit dem neuen Medium Kino auseinandersetzte – mit seinen Gefahren, aber auch mit seinen Möglichkeiten für Bildung und religiöse Erbauung.
Jagdhund liegend im freien

Jagdhund oder Pudel?

Vom Vorrang tätiger Gottesliebe vor bloßer Fehlerlosigkeit: Im Ringen und Dienen, selbst unter Schwachheit, reift die Seele. Trägheit und Unterlassung mindern die Gnade; treue Hingabe erfüllt die von Gott geschenkte Berufung.
Beichtstuhl aus dunklem Holz in einem hellen Kirchenraum mit weichem Tageslicht

Die Früchte der häufigen Beichte – Reinigung und Gnade

Aus dem treuen Empfang des Bußsakraments erwächst Reinheit der Seele, Wachstum in der Gnade und Minderung der Schuld, bis das übernatürliche Leben sich festigt und der Mensch in geordneter Hingabe vor Gott wandelt.
offenes Buch, Brille, Tasse

Keinen neuen Beitrag verpassen:​

Wertvolle Textauszüge aus alten Schriften bieten Nahrung für die Seele. Regelmäßige Impulse laden zum Innehalten ein.