Die rechte Ordnung der Zeit gehört zum geistlichen Leben. Zerstreuung, nutzlose Reue und Hast rauben der Seele Sammlung und Frieden. Nur in Ruhe, Ordnung und gegenwärtiger Treue wächst der Mensch zur inneren Sammlung und zur wahren Heiligkeit.
Alles, was Gott geschaffen hat, ist gut. Er gibt uns seine Gaben, damit wir wählen lernen, was uns hilft, ihn zu lieben und ihm zu dienen. Heiligkeit wächst nicht aus besonderen Umständen, sondern aus der treuen Annahme unseres gegenwärtigen Lebens.
Mitgefühl ist eine der edelsten Gaben, die Gott in das menschliche Herz gelegt hat. In ihm findet der Leidende Trost, der Einsame Gemeinschaft und die Seele eine stille Bestätigung, dass sie nicht vergessen ist.
Vom Vorrang tätiger Gottesliebe vor bloßer Fehlerlosigkeit: Im Ringen und Dienen, selbst unter Schwachheit, reift die Seele. Trägheit und Unterlassung mindern die Gnade; treue Hingabe erfüllt die von Gott geschenkte Berufung.
Von der heilsamen Tugend der Mäßigkeit: In rechter Ordnung von Speise, Ruhe und Freude wächst die Herrschaft des Geistes über die Sinne. Kleine Entsagungen stärken den Willen, bewahren Gesundheit und bereiten die Seele zur treuen Erfüllung göttlicher Gebote.